Bække


Navidaten: 55.569102  9.137000 oder: Søndergade 11-13, 6622 Bække


Auf dem Parkplatz vor der Kirche von Bække steht dieser Runenstein auf einem kleinen Hügel. Er befand sich bis 1810 in der Kirchhofmauer und wurde dann vom Gastwirt A.J. Lund,  Bække, herausgeholt. Er ließ ihn in der Außenseite der Mauer, mit der Inschrift zum Weg, wieder anbringen. 1858 wurde der Stein zum Waffenhaus verbracht und 1923 an seinem jetzigen Platz errichtet. 

Inhaltsmäßig gehört dieser Stein mit den Runensteinen von Læborg und Horne zusammen, und der jeweils genannte „Tue, der Nachkomme Ravns“ ist wahrscheinlich ein und dieselbe Person. Aufgrund ihrer Inschrift werden diese Runensteine auch oft mit Königin Thyre (Thyra) und dem nördlichen Hügel in Jelling in Verbindung gebracht, was jedoch keineswegs als sicher angesehen werden kann.


Einige Fotos meiner Wikingertour 2013, die mich am 20. August 2013 nach Bække führte habe ich hier:

   


Roberto Fortuna, Fotograf vom Nationalmuseum Kopenhagen, hat dieses Foto bei Nacht und mit Schräglicht aufgenommen, worüber die Runenzeichen deutlicher hervortreten:

Lizenz: CC-BY-SA


Die Informationen der dänischen Runendatenbank zu diesem Runenstein "Bække 1" können im Internet hier abgerufen werden. Darüber habe ich auch dieses Foto des dänischen Runologen Erik Moltke von 1932 erlangt:

Lizenz: CC-BY-SA


In den Berichten der dänischen Kirchengemeinden an die Altertümerkommission in Kopenhagen von 1807 (Danske præsters indberetninger til oldsagskommissionen af 1807, Wormianum 1995, S. 128) taucht diese undatierte Skizze des Runensteins von Bække auf. Dem Sitzungsprotokoll der Altertümerkommission vom 18.10.1810 ist zu entnehmen (Übersetzung): "Eine Runeninschrift auf einem Stein in der Kirchhofeinfriedung in Bække im Verwaltungsbezirk Andst im Stift Ribe".

 Es handelt sich deshalb um die älteste bekannte Darstellung dieses Runensteins. Nicht einmal Jacobsen/Moltke führen sie in ihrem Standardwerk "Danmarks Runeindskrifter" auf, weil ihnen diese Aufzeichnung offenbar unbekannt war.

Als erste Institution staatlicher Denkmalpflege entstand nämlich am 22.Mai 1807 die "Königliche Kommission für die Aufbewahrung von Altertümern" in Kopenhagen. In der ihr angedachten Rolle als zentrale Sammelstelle für die in der Landschaft verstreuten Denkmäler, wurde von der Kommission im August 1807 ein Fragenkatalog an die Kirchenbediensteten in jeder dänischen Gemeinde verschickt. Die über die Rückantworten erlangten Informationen sind heute von unschätzbarem Wert und seit geraumer Zeit über das fünfbändige Werk "Danske præsters indberetninger til oldsagskommissionen af 1807, Wormianum 1995" verfügbar.